Fachpraktikerausbildung

An der Heinrich-Hübsch-Schule Karlsruhe gibt es Sonderberufsschulen für Bau- (Dachdecker), Holz-, Metall- und Farbtechnik. Sie sind berufsbegleitende Pflichtschulen, vermitteln innerhalb der dualen Berufsausbildung die fachtheoretischen Kenntnisse und allgemeinen Bildungsinhalte und führen zum Abschluss als Fachpraktiker vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer. Ausbildungsbetrieb ist ein sozialer Träger.

Die Ausbildung an einer Sonderberufsschule richtet sich an Schüler mit einer Lernbeeinträchtigung oder sozialer Benachteiligung. Für alle Fachpraktiker-Berufe liegen in Baden-Württemberg amtliche Bildungspläne vor.
Die fachtheoretischen und allgemein bildenden Fächer werden in einem sonderpädagogischen Rahmen unterrichtet. Vorteile sind kleine Klassen mit 8 bis 16 Schülern und die kontinuierliche Abstimmung zwischen den Lehrkräften und Ausbildern.

Die Sonderberufsschulen schließen mit einer landeseinheitlichen Abschlussprüfung ab.
Mit dem Bestehen von theoretischem und praktischem Teil der Prüfung erwirbt der Schüler den beruflichen Abschluss als Fachpraktiker für Bau- (Dachdecker), Holz-, Metall- oder Farbtechnik. Ihm wird gleichzeitig ein dem Hauptschulabschluss gleichwertiger Bildungsstand zuerkannt.

Bei guten Abschlussleistungen kann im Anschluss ins 3. Lehrjahr der Vollausbildung des entsprechenden Berufs gewechselt werden, das dann mit dem Gesellenbrief abschließt. Die Ausbildungszeit zum Fachpraktiker wird dabei teilweise anerkannt.